Am 3. Juni 1999 fand sich eine kleine Gruppe Motorradfahrer zusammen
und beschloss zu einem Internationalem Motorrad-Tourenfahrertreffen zu fahren.
Hier die Fotos und Kommentare dazu ( Fotos von Gerhard - Bericht von Hannes)
Wie ein Feuer entspringt aus kleinen Flammen,
so entspross unser Club aus 3 Herren und
2 Damen.

Aus der Taufe gehoben war unser Verein,

der Name will an dieser Stelle noch nicht
verraten sein.

Nichts ahnend fuhren wir dahin, gelenkt von Egon
und seiner strahlenden Goldwing, folgten wir wie
im Gänsemarsch,
nach 300 km gewöhnte sich so mancher Arsch,
an die harte Fahrerposition, und beim Absteigen
wussten wir schon, dass hier keine Masseuse
mehr vermag etwas zu retten,

sondern nur noch der Gedanke an flauschige Betten,
Bier, Schübling und über dem Kopf ein Dach,

all das und noch mehr erwartete uns in Ossiach.

Wir kam gut in Ossiach an,
inzwischen glaub auch ich fest daran,

denn hätte’ mir einer vorher erzählt,

dass, wer nach 550 km beim Absteigen die Fahrerposition beibehält,

dies als Spaß entfindet und noch weiterfährt,

dem hätte’ ich sicherlich eines besseren belehrt, doch inzwischen bin auch ich bekehrt.

Motorräder, schönes Wetter es liegt schon was dran,
an Atmosphäre, Benzingeruch und harte Männer,
schöne Frauen, Zubehör und Bikes auf Seitenständer.
Dies ist wohl dass, was das Leben lebenswert macht,
drum merkt auf und seit bedacht,

und lasst euch nicht von den Fotos trügen, wir
genossen die Zeit in Ossiach in vollen Zügen.

2 Tage hielten wir es dort aus,
wir lebten nicht in Saus und Braus,

denn täglich stand etwas neues auf dem Programm,

bummeln, ausfahren nahmen uns hart ran.

Im Gegenteil wir lebten gar spartanisch,
Morgens früh auf, egal ob nüchtern, fit oder
phlegmatisch, fuhren die Herren der Schöpfung
Ihre Touren,

während die Damen das Geld vertrugen, in den
Villacher Geschäften und man glaubt es kaum,

auch im Casino hielten Sie es nicht im Zaum.

Doch zu Ihrer Entschuldigung sei gesagt, sie spielten weder Poker, Roulett noch Skat.

So fungierte das Casino einzig und allein als
edler Retter, vor dem bitter kalten Regenwetter.

Ein wahrer Leckerbissen war die geführte Tour,
260 Kilometer 3 Länder, 3 Pässen,
welche eine Tortour.

Über den Loiblpaß rein nach Slowenien,

und nach einer Abfahrt zum Lago di Raibl in Italien

Dazwischen lag der Vrsic Pass mit Kehren,
und ich konnte mich nicht des Eindrucks erwehren, das ich unbeholfen wie ein Laster,

durch die 24 Kurven, alle versehen mit Kopfsteinpflaster,

mich mühsam bis noch oben kämpfte und ständig bangte, das ich nicht an meine Leistungsgrenzen angelangte.

Doch oben angekommen, kamen wir alle zum Ergebnis, nur rein der Ausblick war schon ein Erlebnis.

Nach 2 Tagen war es vorbei,
die Ausfahrten, das Festen und auch die Feierei.

Apropos die Feiern, ich glaube ich gab noch nicht bekannt,

dass unser Clubname in einem Bierzelt entstand

Wir sannen hin wir sannen her,
einen guten Namen zu finden viel uns schwer,

Doch plötzlich stand er in voller Pracht,

auf der Bühne und es wart vollbracht.

Bruzzler war sein Name und er zog uns in seinen Bann,
bis heute denken wir noch gerne daran,

und deshalb hat er auch bei uns einen Ehrenplatz inne,

bei den Motorbruzzler gegründet von Egon, Ulli, Gerhard, Hannes und Bine.

Alle zog es nun nach Hause,
und auch wir traten nach einer zünftigen Jause,

den Heimweg über die Autobahn an,

was nun kam da dachte niemand dran.

Der erste Schaden in den Reihen unseres Quintetts,

passierte ausgerechte Egon, mit seinem Moppet.

Kurz nach der Auffahrt auf die Autobahn,
bahnte sich bei Egon ein größeres Problemchen an.

Da standen wir nun und warteten auf den ÖAMTC, unser Anblick tat wohl jedem Biker in der Seele weh.

Doch nicht ein Biker sondern ein Auto mit Hänger blieb dann stehen,

wir trauten unseren Augen nicht, wen wir da stehen sehen:

Es war Andi aus Lindau, der Egons Moped in und auswendig kennt,
er schloss sofort daraus, das kein Licht mehr brennt,

dass die Lichtmaschine ihren Dienst hat versagt, und er beruhigt Egon, auf das er nicht verzagt, mit den Worten „des isch halb so schlimm“,

getauscht war das kaputte Teil und schon ging’s wieder dahin.

Somit endet die erste Episode unseres Clubs,
und brauchten wir zu beginn noch einen kleinen Schubs,

können wir es nun kaum noch erwarten,

und freuen uns schon auf die nächsten unordentlichen Ausfahrten.

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